Quinta do Casal da Coelheira - Tejo

Quinta do Casal da Coelheira

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde durch Engagement für die landwirtschaftliche Produktion im Ribatejo ein sehr ehrgeiziges Projekt entwickelt: die Quinta do Casal da Coelheira. Das Familienunternehmen wird nun seit drei Generationen als landwirtschaftliches Familienunternehmen am Ufer des Tejo, nahe Tramagal, geführt. Auf einer Fläche von 250 Hektar werden Mais, Weizen, Gerste und Wein angebaut. Die landschaftliche Vielfalt drückt sich auch im Wildbestand aus. Es leben in der Umgebung Rebhuhn, Wildente und Wildschwein sowie zahlreiche Kaninchen, die der Siedlung seinen Namen gab „Quinta do Casal da Coelheira“ (coelho = Kaninchen).

Die Weinberge
Auf einer Fläche von 64 Hektar wachsen in gemäßigtem mediterranen Klima und in geringer Höhe die Reben. Trockene Sommer und kalte Winter sowie tiefgründige Böden bieten einzigartige Voraussetzungen für das Gedeihen hochwertiger Trauben, die i.d.R. schon Ende August ihre physiologische Reife erreicht haben. Diese frühe Reife ermöglicht eine gestaffelte Ernte, die dann vor den ersten Regenfällen im Herbst beendet sein kann.
Die Weinberge sind bis zu 35 Jahre alt. So wird die hohe Qualität der alten Reben mit dem großen Potenzial der jungen Pflanzen kombiniert. In überwiegend sandigen Böden sind die Rebsorten breit gefächert. Der besondere Schwerpunkt liegt auf nationalen Varietäten mit internationalen Bezügen.

Der Keller
Die Kombination zwischen Tradition und Moderne ist der Schlüssel für die Quinta do Casal da Coelheira. Traditionelle Architektur (Ribatejana) aus dem ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts ist das Herzstück des Kellers. Den Innenhof begrenzen weiß gekalkte Wände und bieten ein angenehmes freundliches Ambiente.
Die Verbindung traditioneller Weinbereitung mit dem Einsatz modernster Technologien bis hin zur temperaturgesteuerten Vergärung, lassen Weine entstehen, die anspruchsvollsten Anforderungen gerecht werden. Jede Rebsorte wird getrennt ausgebaut und der Kellermeister kombiniert zum perfekten Zeitpunkt.

Die Weinregion Ribatejo (= Ufer des Flusses Tejo)
Die Region zählt zu den fruchtbarsten Gegenden Portugals und wird auch als Garten Lissabons bezeichnet. Mildes Klima, die Schwemmlandböden des Tejo, der das Gebiet von Nordosten aus Spanien kommend und bei Lissabon in den Atlantik mündend, durchzieht, ermöglichen den Anbau von 25.000 Hektar Reben. Sie finden sich in drei Gebieten: am Flussufer (Lezíria), dem Kalksteingebiet nördlich des Flusses (Bairro) und in den trockenen, sandigen Böden südlich (Charneca).
Reichhaltige Flora und Fauna bringen Leben und Farbe in das Naturschutzgebiet der ausgedehnten Tejo-Mündung.
In den Ebenen werden Stiere und Pferde für den Stierkampf gezüchtet. Der Stierkampf beherrscht als blutige Sportart das Leben und die Kultur der Region.
Die Geschichte hat auch im Ribatejo tiefe Spuren hinterlassen. Unzählige Schätze gotischer Kunst finden ihren Höhepunkt in der Stadt Santarem. Tomar war im monumentalen 12. Jahrhundert Sitz der Tempelritter mit großem manuelinischen Einfluss auf die Kirche. Die kleine Stadt Constância, am Zusammenfluss von Zêzere und Tejo, ist ein weiterer bezaubernder Ort, den es zu erkunden lohnt.
Aber die Schätze der Region erstrecken sich nicht nur auf Landschaft und historische Bauten. Der Tejo prägt auch die regionalen Spezialitäten in der Küche. Maifisch und Aal gelten als Stolz des Ribatejo, Süßwaren aus vielen lokalen Klöstern sind weit verbreitet.


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