Porto e Douro
Das Douro-Tal ist vor allem für Portwein bekannt – doch auf denselben Schieferterrassen wachsen auch stille Weine: Rotwein, Weißwein und Rosé von Casa de Santa Eufémia, direkt von der Quinta importiert.
Warum Douro-Weine anders schmecken
Die Reben stehen auf Xisto, verwittertem Schiefer, in Steillagen über dem Fluss. Der Boden speichert Wärme und zwingt die Wurzeln meterweit in die Tiefe. Das ergibt konzentrierte, mineralisch geprägte Weine – kräftiges Tannin bei den Roten, überraschende Frische bei den Weißen.
In den Rotweinen stehen die klassischen Douro-Sorten Touriga Nacional, Touriga Franca und Tinta Roriz, in den Weißweinen Viosinho, Gouveio und Arinto. Anders als beim Portwein wird hier nicht aufgespritet: Der Zucker vergärt vollständig, die Weine sind trocken.
Unser Sortiment reicht vom alltagstauglichen Perene über die Reserva bis zu den Grande-Reserva-Weinen aus den ältesten Parzellen.
Portwein aus demselben Tal finden Sie in unserer Portwein-Kategorie.
Drei Linien von Casa de Santa Eufémia
Unser gesamtes Douro-Sortiment stammt von einer einzigen Quinta im Cima Corgo. Die drei Linien unterscheiden sich in Lage und Ausbau:
Perene – für jeden Tag
Die Einstiegslinie, in Rot, Weiß und Rosé. Der Rote wächst aus Touriga Nacional, Tinta Barroca und Tinta Roriz und wird im Stahltank ausgebaut: viel dunkle Frucht, weiches Tannin, kein Holz. Der Weiße aus Malvasia Fina, Gouveio und Rabigato bleibt frisch und zitrusbetont, der Rosé aus Touriga Nacional und Tinta Roriz ist trocken und beerig.
Reserva – aus den älteren Parzellen
Gleiche Rebsorten, aber strengere Selektion und Zeit im Holzfass. Der rote Reserva gewinnt dadurch Struktur und Würze und verträgt einige Jahre Flaschenlager. Der weiße Reserva ergänzt Viosinho und Arinto und bekommt dadurch mehr Körper, ohne die Frische zu verlieren.
Grande Reserva und Grande Escolha – die Spitze der Quinta
Die beiden Weine aus den ältesten Schieferterrassen. Maria do Céu Grande Reserva Branco vereint Viosinho, Gouveio und Arinto zu einem konzentrierten, langen Weißwein – in Portugal ein Essensbegleiter, kein Aperitif. Viseu de Carvalho Grande Escolha ist das rote Gegenstück: dicht, tanninbetont, für die lange Lagerung gemacht.
Baixo Corgo, Cima Corgo, Douro Superior
Das Douro-Tal gliedert sich in drei Teilgebiete. Der Baixo Corgo im Westen ist das kühlste und regenreichste, der Cima Corgo um Pinhão bildet das Herz der Region mit den bekanntesten Lagen, der Douro Superior reicht bis zur spanischen Grenze und ist am heißesten und trockensten. Unsere Weine kommen aus dem Cima Corgo.
Gemeinsam ist allen drei Gebieten der Schiefer, portugiesisch Xisto. Er lässt kaum Wasser stehen und zwingt die Reben, ihre Wurzeln tief in die Gesteinsspalten zu treiben – in einem Tal, in dem im Sommer regelmäßig 40 °C erreicht werden, ist das die Voraussetzung dafür, dass die Trauben überhaupt ausreifen.
Servieren und lagern
Weißwein und Rosé kommen bei 8 bis 10 °C ins Glas, die Rotweine bei 16 bis 18 °C. Den Grande Escolha vor dem Essen eine halbe bis ganze Stunde dekantieren – er braucht Luft. Die Perene-Weine sind trinkfertig, Reserva und Grande Reserva gewinnen bei kühler, dunkler Lagerung über mehrere Jahre.
Am Tisch: der rote Perene zu Gegrilltem und Pasta, der Reserva zu Lamm und Schmorgerichten, der Grande Escolha zu gereiftem Käse oder Wild. Die Weißweine passen zu Bacalhau, gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten – in Portugal der klassische Begleiter.
Douro-Wein oder Portwein?
Beide stammen aus demselben Tal, oft sogar aus denselben Weinbergen. Der Unterschied entsteht im Keller: Beim Portwein wird die Gärung mit Weinbrand gestoppt, ein Teil des Traubenzuckers bleibt erhalten, der Wein kommt auf rund 20 Volumenprozent. Douro-Weine vergären dagegen vollständig durch – sie sind trocken und liegen bei 13 bis 14 Volumenprozent.